ArrivalAid auf Bayern 2

Im Zuge der Ausschreitungen während des G20-Gipfels wird das Hamburger Schanzenviertel verwüstet: Autos werden angezündet, Scheiben eingeschlagen, Läden geplündert. Während noch heftig darüber diskutiert wird, wer Schuld hat und was man hätte vermeiden können, geht ein Zeichen des friedlichen Zusammenhalts im medialen Lärm unter: Eine erstaunlich große Gruppe von Menschen findet sich zusammen und räumt nach den Krawallen das Schanzenviertel auf. Eine private Initiative, angestoßen von einer jungen Hamburgerin. "Hamburg ist nicht der schwarze Block," so die Aussage hinter der spontanen Aktion. "Wir halten zusammen." Ein Zeichen des konstruktiven Miteinanders, wie es auch in München zu erleben war, als 2015 tausende von Flüchtenden am Münchner Hauptbahnhof ankamen und sich ungefragt Scharen von Helferinnen und Helfern einfanden.

Anlass für das Notizbuch-Freitagsfreitagsform am 14. Juli auf Bayern 2 zu fragen: "In guten wie in schlechten Zeiten - Wie funktioniert gesellschaftlicher Zusammenhalt?" Wann wird Zusammenhalt in der Gesellschaft sichtbar, wann verschwindet er und wie lässt er sich fördern? Fragen, die Klaus Schneider seinen beiden Gästen stellt. Im Freitagsforum diskutieren der Sozialwissenschaftler Dr. Kai Unzicker, bei der Bertelsmann-Stiftungverantwortlich für das Projekt "Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt", und David Offenwanger, Geschäftsführer von "ArrivalAid", einer gemeinnützigen Organisation zur Unterstützung von Geflüchteten.

Hier geht es zu dem Interview.